Freitag, 12. September 2008

die tot geglaubte rose ist über nacht erblüht.....

..... als distel.....!?!


..... dieser tage, mit ausnahme der "automatisierten" blog-posts, is' es ruhig gewesen hier in diesem blog.....

..... auch dies is' nur ein kleines lebenszeichen.....

..... denn zur zeit bin ich "gefangen".....
..... "gefangen" in mir selbst und einer tieferen depressiven verstimmung, welche durch verschiedene faktoren ausgelöst wurde.....

..... auf der einen seite is' mein körperlicher, manifester zustand.....

..... die grossflächigen und tieferen wunden, welche das erysipel in meinem linken unterschenkel geschlagen haben, sind soweit, unter zuhilfenahme von hochpotenten antibiotica, fast verheilt, es werden, auch dieses mal wieder narben zurückbleiben.....
..... dafür schmerzt der rücken wieder stärker, die rechte hüfte und das linke knie machen sich auch wieder stärker bemerkbar, die aus diesen schäden resultierende bewegungs-einschränkung wird von mir zusehends mehr als behinderung empfunden, eine änderung der medikation und therapie dürfte in's haus stehen.....

..... auf der anderen seite meine mentale verfassung.....

..... panik-attacken und flucht in die isolation, durch existenz-ängste und daraus resultierender entzugs-erscheinungen ausgelöst.....
..... und doch sehr betriebsam, durch verschiedene zum teil selbstauferlegter kleiner "jobs" im bereich meines sozial-arbeits-mandates, welches kurzzeitig noch ausgebaut wird durch den mandatgeber.....
..... aufgrund meiner finanziellen situation musste der entscheid gefällt werden, dass weitere kostenpunkte gestrichen werden müssen, weitere kürzungen im budget verankert.....
..... darum hab' ich entschieden, dass ich eine meiner schwersten süchte wohl aufgeben muss, sprich ich bin seit mehreren tagen ohne schnupftabak, wer mich näher kennt, der weiss welche wirkung ein solcher entzug auf mich, respektive durch mich auf meine umwelt hat.....
..... ausserdem hab' zu lange hab' ich keinen mitbewohner gefunden, auch im moment is' das wg-zimmer immer noch ned vergeben, meine allerletzten finanziellen reserven sind dadurch mehr als überstrapaziert.....
..... doch diese einsparungen sind auch nur mehr ein tropfen auf dem heissen stein, die nächste möglichkeit budget-einsparungen zu erzielen is' nur mehr die auflösung des telephon- und DSL-vertrages.....


..... nachtrag zum titel dieses blog-posts.....:

..... es is' ein titel eines liedes von stephan krawczyk, entnommen der 1995 erschienenen cd "Milonga".....
..... dieses lied poltert mir in den letzten tagen immer wieder durch geist, obschon ich keine spezifischen erinnerungen daran hab'.....
..... hier der text.....:

- freund, man soll sich vor sich schützen, sonst muss leben hölle sein -
- schlagen uns're wunden herzen und auch uns're köpfe ein -
- sind verfolgt und angegriffen durch des and'ren eben-ich -
- dass die worte giftschleim werden, male für das angesicht -

-- die totgeglaubte rose ist über nacht erblüht --
-- ein rabenschwarzer falter hat sie wachgeküsst --
-- der schweren unverzagten hoffnung verstreicht gewisse zeit --
-- man liebt sich und man leidet, das leben ist der preis, man liebt sich und man leidet, das leben ist der preis --

- ich verrohe an den gesten, fort von der geliebten hand -
- in den keller-labyrinthen um zu bleiben unerkannt -
- an den gläsern-schwarzen stegen habe ich mich arm gemacht -
- all' die auferstand'nen fratzen, von den huren ausgelacht -

-- die totgeglaubte rose ist über nacht erblüht --
-- ein rabenschwarzer falter hat sie wachgeküsst --
-- der schweren unverzagten hoffnung verstreicht gewisse zeit --
-- man liebt sich und man leidet, das leben ist der preis, man liebt sich und man leidet, das leben ist der preis --

- deine unbekannten farben funken aus dem paradies -
- den verheissungsvollen namen in das kühle gegenlicht -
- muss so lange sterblich bleiben, seele quälen, eingezäunt -
- bis die schatten mir erkennen wie man sich in's off'ne träumt -

-- die totgeglaubte rose ist über nacht erblüht --
-- ein rabenschwarzer falter hat sie wachgeküsst --
-- der schweren unverzagten hoffnung verstreicht gewisse zeit --
-- man liebt sich und man leidet, das leben ist der preis, man liebt sich und man leidet, das leben ist der preis --

 

Kommentare:

  1. ufff. dir geht es nicht gut, hmmm ?

    ich schicke dir ein paar mentale sonnenstrahlen und das wissen, dass viele dinge, mit denen wir hadern, meistens später als lernprozesse sinn machen.
    weil es sich herausstellt, dass auch die grosse düsternis nicht grundlos war.


    LG .

    AntwortenLöschen
  2. hey.. danke für deinen ehrlichen beitrag. ich denk an dich und bete!

    AntwortenLöschen
  3. kopf hoch resu - es geht immer irgendwie weiter!

    AntwortenLöschen
  4. Ìch wünsche dir, dass es bald wieder etwas mehr Licht in deinem Leben gibt. Herzliche Grüsse

    AntwortenLöschen
  5. In meinem Blog habe ich etwas veröffentlicht, dass dir evtl. etwas Freude bereiten könnte.
    Liebe Grüsse

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.